Nasenspray-Sucht bekämpfen: Natürliche Entwöhnung der Abhängigkeit

Nasenspray-Sucht

Längst ist Sucht kein Randproblem mehr in der deutschen Gesellschaft. Beim Thema Abhängigkeit denkt man in der Regel zunächst an die sogenannten Genussdrogen Alkohol und Nikotin. Das Laster „abschwellendes Nasenspray“ kennen dagegen in erster Linie nur Betroffene selbst. Wirkstoffe wie Xylometazolin oder Oxymetazolin klingen zwar ein wenig nach Designerdroge, bewirken in der Realität jedoch “lediglich“ das kurzfristige Abschwellen der Nasenschleimhaut und somit ein befreites Durchatmen. Dass diese Wirkung jedoch nicht unterschätzt werden sollte, wird beim Blick auf aktuelle Zahlen schnell deutlich.

Der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) zufolge, gelten hierzulande heute mehr als 100.000 Menschen als nasensprayabhängig. Man kann jedoch davon ausgehen, dass die Dunkelziffer sogar noch weitaus größer ist. Unter den Top 10 der jährlich meistverkauften Arzneimittel tauchen gleich mehrere Schnupfenpräparate auf. Schnupfensprays sind wahre Bestseller in Apotheken.

Da abschwellende Nasensprays von Ärzten oftmals im Rahmen einer Sinusitis verschrieben werden, sind nicht selten auch Personen mit (chronischer) Nasenebenhöhlenentzündung gleichzeitig süchtig nach Nasenspray. Bestes Beispiel dafür bin ich selbst. Relativ zu Beginn meiner Sinusitis-Erkrankung, als ich noch überwiegend nach schulmedizinischen Lösungen gesucht habe, bekam ich Xylometazolin Nasensprays verordnet, die ich im Anschluss über mehrere Monate hinweg verwendet habe. Umgekehrt kann ein langfristiger, dauerhafter Konsum chemisch-synthetischer Nasensprays jedoch auch zu einer höheren Anfälligkeit für eine Sinusitis-Erkrankung führen. Grundsätzlich besteht also ein enger Zusammenhang zwischen den beiden Diagnosen „Nasenspray-Sucht“ und „chronische Sinusitis“.

chronische sinusitis heilen Chronische Sinusitis Symptome

Durch die positive Resonanz von Lesern meines Sinusitis Heilen Ebooks, habe ich mich entschlossen, mich nun auch dem Thema der Nasenspray-Sucht anzunehmen. Ich möchte Betroffenen mit meinem neuen Nasenspray Sucht Ebook mit meiner Erfahrung und dem gesammelten Wissen helfen, die Entwöhnung ebenfalls zu meistern. Darüber hinaus ist es mir ein Anliegen, die Nasenspray-Abhängigkeit, die eine anerkannte Krankheit ist, in der Gesellschaft ein klein wenig bekannter zu machen – beginnend mit diesem Blogbeitrag.

Was steckt hinter einer Nasenspray-Abhängigkeit?

Abschwellende Nasensprays haben nahezu ganzjährig Hochsaison. Besonders in der kalten und nassen Jahreszeit werden viele Menschen von einer Erkältung heimgesucht. Kaum stehen dann die etwas milderen Monate vor der Tür, lassen auch die Pollen und damit verbundene Allergiereaktionen nicht lange auf sich warten. Sowohl bei einem Schnupfen, als auch bei einer Pollen-Allergie schwillt die Nase in der Regel verstärkt an. Arzt oder Apotheker empfehlen daraufhin zumeist ein abschwellendes Nasenspray, in der Regel mit dem Zusatz, dass es nicht länger als 7 Tage am Stück verwendet werden soll. Schließlich kann sich bei regelmäßiger Anwendung bereits nach 10 bis 14 Tagen eine gewisse Abhängigkeit einstellen. Doch was steckt eigentlich hinter dieser Sucht und kann sie wirklich als solche bezeichnet werden?

Was steckt hinter einer Nasenspray-Abhängigkeit?

Kann man wirklich süchtig nach Nasenspray sein? Experten sind sich hinsichtlich der Bezeichnung nicht ganz einig. Grundsätzlich unbestritten ist, dass sich bei übermäßigem Konsum eine gewisse Gewöhnung einstellt. Für manche handelt es sich dennoch nicht um eine „Sucht“ im klassischen Sinne, da die Nasenspray-Anwendung nicht mit einem „euphorischen/ stimulierenden“ Gefühl einhergeht, sondern “lediglich“ mit einer freien Nase.

Auch seien die körperlichen Entzugserscheinungen beim Absetzen des Sprays in Form einer verstopften Nase ungefährlich. Vegetative Symptome oder auch Kreislaufprobleme blieben beispielsweise aus. Welche extrem unangenehmen Beschwerden eine verstopfte Nase nach sich ziehen kann, können jedoch nur Betroffene selbst wirklich einschätzen. Die hohe Anzahl an Personen, die über eine lange Zeitspanne hinweg vergeblich versuchen, vom chemisch-synthetischen Nasenspray loszukommen, spricht meiner Meinung nach relativ stark dafür, von einer Abhängigkeit bzw. Sucht zu sprechen.

Die Hauptwirkstoffe, die zu einer solchen Gewöhnung bzw. Abhängigkeit führen, heißen Xylometazolin und Oxymetazolin. Diese – und einige weitere verwandte – Wirkstoffe imitieren die Wirkung des sympathischen Nervensystems (α-Sympathomimetikum) und sorgen innerhalb kürzester Zeit für eine Verengung der Blutgefäße, wodurch die (Nasen-) Schleimhäute abschwellen.

Was passiert bei übermäßigem Nasenspray-Konsum?

Grundsätzlich ist natürlich ein Oxymetazolin- oder Xylometazolin-Nasenspray gemeint, wenn die Rede von einem übermäßigen Nasenspray-Konsum ist. Ein einfaches Nasenspray mit Meersalz ist auch über einen längeren Zeitraum angewandt unproblematisch, weshalb es auch als Ersatzmittel in der Nasenspray-Entwöhnung eingesetzt wird.

Ein übermäßiger Nasenspray-Konsum endet früher oder später in einem schwer überwindbaren Teufelskreis. Wendet man das Oxymetazolin- oder Xylometazolin-Nasenspray an, kommt es vorübergehend zu der beschriebenen Verminderung der Durchblutung und somit zur Abschwellung der Schleimhäute. Vermehrt angewandt, trocknen die Wirkstoffe die Schleimhaut zunehmend aus. Um für eine stärkere Befeuchtung zu sorgen, versucht der Körper mit einer Steigerung der Durchblutung entgegenzuwirken. Das Resultat ist eine starke Schleimhautschwellung, woraufhin in der Regel wieder zum abschwellenden Nasenspray gegriffen wird – der teuflische Kreislauf ist “perfekt“.

übermäßiger Nasenspraykonsum

Wenn man das Nasenspray bzw. die Nasentropfen nun über einen längeren Zeitraum anwendet, bildet der Körper vermehrt Rezeptoren, wodurch die bisherige Dosierung nicht mehr ausreichend wirkt und der Griff zum Spray oder dem Fläschchen häufiger erfolgen muss. Darüber hinaus kommt es zum sogenannten Rebound-Effekt: Nachdem die Wirkung des Nasensprays bzw. des direkten α-Sympathomimetikum nachlässt (zu Beginn nach rund 8 Stunden), wird die Nasenschleimhaut noch stärker durchblutet und schwillt entsprechend über den ursprünglichen „Startwert“ hinaus an. Dadurch wird der Raum für die Atemluft geringer, bis hin zu einer vollständigen Blockade und einem gewissen Überdruck im Naseninneren, der sehr unangenehm ist.

Die größte Erschwernis im Rahmen einer Nasenspray-Abhängigkeit ist, wie ich selbst aus eigener Erfahrung weiß, zumeist das Einschlafen bzw. der Schlaf an sich. Eine Nacht mit einer Nase, die sich wie nach einem verlorenen Boxkampf anfühlt, ist alles andere als ein Vergnügen. Zumal man in der Regel am nächsten Tag konzentriert seinem Beruf nachgehen können sollte. Also sprüht man immer wieder und ist zunächst noch überzeugt, dass man jederzeit damit aufhören könnte. Meist stellt sich aber bald heraus, dass dies alles andere als leicht ist.

Auf längere Sicht betrachtet, ist die mögliche Folge der Nasenspray-Sucht ein gewisses Zugrundegehen der Nasenschleimhaut, auf das ich nun noch genauer eingehen möchte.

Nasenspray-Nebenwirkungen – Stinknase und verstärkter Riechverlust als mögliche Folge

Nasenspray Nebenwirkungen

Eine Rhinitis medicamentosa, Arzneimittel-Rhinitis oder Privinismus, wie der HNO-Arzt eine Nasenspray-Sucht bezeichnen würde, führt in erster Instanz dazu, dass die angeschwollene Nasenschleimhaut nicht mehr in der Lage ist sich zurückzubilden. Im weiteren Verlauf trocknet sie zunehmend aus, wird rissig und verkümmert. Im Extremfall verschwindet sie sogar nahezu komplett. Wenn sich das Gewebe zersetzt und von Bakterien befallen wird, entsteht eine sogenannte Stinknase. Betroffene einer Stinknase strömen unangenehme, faulige Gerüche aus. Auch eine nachlassende Geruchsfähigkeit, bis hin zum völligen Riechverlust kann die Langzeitfolge sein.

Die abschwellenden Wirkstoffe haben jedoch nicht nur lokale Auswirkungen. Weitere mögliche Nasenspray-Nebenwirkungen sind je nach Wirkstoff unter anderem Kopfschmerzen, Schlafstörungen, erhöhter Blutdruck, Herzklopfen und Herzrhythmusstörungen.

Damit es gar nicht erst zu den beschriebenen Symptomen kommt, sollten sich Betroffene, die süchtig nach Nasenspray sind, möglichst schnell an eine Nasenspray-Entwöhnung machen. In meinem neuen Nasenspray Sucht Ebook „Nasenspray Ade! Wie Sie die Abhängigkeit der besonderen Art hinter sich lassen“ möchte ich Betroffenen aufzeigen, wie sie mithilfe von wirksamen, teils völlig unbekannten Therapiemethoden den für sich optimalen Weg aus der Nasenspray-Sucht finden können.

Die zweifelhafte Rolle der Pharmaindustrie

Die Nasenspray-Nebenwirkungen sind, wie beschrieben, nicht ohne. Nichtsdestotrotz findet man hierzulande wohl kaum eine Apotheke, die nicht unzählige Nasensprays hübsch aufgereiht im Verkaufsbereich präsentiert. Greift man zu, folgt in Regel ein routinemäßig aufgesagter Standardspruch des Apothekers: „Bitte höchstens dreimal täglich und nicht länger als 7 Tage anwenden.“

Aus meiner Sicht ist dieser Hinweis der Arzneimittelhersteller etwas scheinheilig. Wenn das Nasenspray aufgrund einer erhöhten Suchtgefahr nur eine Woche angewandt werden darf, weshalb füllt man dann teilweise 15-20 Milliliter in ein Fläschchen? Am Ende der Woche ist das Nasenspray bei normalem Gebrauch noch relativ voll. Auch ist es bei einer durchschnittlichen Haltbarkeit von etwa sechs Monaten wohl unmöglich, derart häufig an Schnupfen zu leiden, dass die Flasche nach Gebrauchsanweisung angewandt innerhalb dieser Zeit leer wird. Auch stellt sich die Frage, ob es konsequenterweise nicht sinnvoll wäre, chemische-synthetische Nasensprays die abschwellend wirken, als verschreibungspflichtig zu deklarieren.

chronische sinusitis heilen Akute Sinusitis Therapie

Als Nasenspray-Abhängiger geht es einem meist wie einem Kettenraucher: Man benutzt das “Suchtmittel“ völlig automatisch, ohne die genaue Dosis zu kennen. Da kann es durchaus vorkommen, dass ein Fläschchen keine ganze Woche hält. Macht man sich dann erneut auf den Weg zur Apotheke, wird man erfahrungsgemäß zwar erstaunt aber zugleich auch ratlos angeschaut. Es ist eher unwahrscheinlich, dass der Verkauf eines weiteren Nasensprays daraufhin verweigert wird. Genau hier liegt aus meiner Sicht das Problem. Die symptombekämpfende Ausrichtung der sogenannten Schulmedizin bringen Nasenspray-Abhängige meist erst in ihre missliche Lage, Optionen für einen Ausweg liefert sie dagegen eher nicht.

Wie ich im Rahmen der chronischen Sinusitis bereits an verschiedenen Stellen auf meiner Webseite verdeutlicht habe, bin ich der Meinung, dass man die meist vorherrschende Symptombehandlung der klassischen Schulmedizin teilweise kritisch sehen sollte. Oftmals wird lediglich auf die Bekämpfung der aktuellen Symptome abgezielt – wenn die wahren Ursachen jedoch außen vor bleiben, ist eine dauerhafte und nicht nur kurzfristige Genesung jedoch deutlich erschwert.

Die Therapie: Ist eine Nasenspray-Entwöhnung schwieriger, als Nichtraucher zu werden?

Ein befreundeter Betroffener, der sowohl nikotin- als auch nasensprayabhängig war, wollte nacheinander mit beidem Aufhören, um seine Schleimhäute rundum zu entlasten. Für ihn war die Nasenspray-Entwöhnung schwieriger, da er beim Rauchstopp kaum körperliche Entzugserscheinungen verspürte. Seine Erklärung dazu war, dass der Körper bereits nach etwa 3 Tagen keinen “Nikotin-Bedarf“ mehr hat, weshalb die größte Hürde psychologischer Natur ist. Beim Nasenspray-Entzug waren die körperlichen Entzugssymptome, auch aufgrund des von ihm gewählten Therapieweges („kalter Entzug“), dagegen sehr heftig: Die Nasenschleimhäute schwollen stark an, gefolgt von Kopfschmerzen und zwei plagenden Nächten.

Entzug Nasenspray Nikotin

Grundsätzlich ist der Entzug bei beiden Suchtarten wohl gleichermaßen schwierig, zumindest ohne die richtige Motivation bzw. Willenskraft und einen passenden Therapieplan. Auch haben beiden Abhängigkeiten gemeinsam, dass es bei der Entwöhnung eine Reihe von Therapiemethoden und unterstützenden Hilfsmitteln gibt. Beim Nikotin-Entzug kommen beispielsweise spezielle Kaugummis oder besondere Ersatz-Zigaretten zum Einsatz. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es zur Nasenspray-Entwöhnung mindestens genauso viele Ansätze gibt – und ich spreche hier nicht von einem einfachen Dexpanthenol-Nasenspray oder einem Nasenspray mit Meersalz und ätherischen Ölen.

Ich selbst war über ein Jahr süchtig nach Nasenspray – ohne einen kleinen Vorrat wurde ich während der schlimmsten Phase regelrecht nervös. Nachdem ich mehrere Berichte von einem kalten Entzug gehört hatte, bei dem man regelrecht die Wände hoch geht, war ich zunächst sehr ängstlich. Doch ich kann Ihnen sagen, dass eine Nasenspray-Entwöhnung keine extrem qualvolle Angelegenheit sein muss und jedem gelingen kann, wenn man die richtigen Therapiemethoden und -strategien kennt.

Auf der Suche nach Hilfe fühlen sich Betroffene von ihren HNO-Ärzten oftmals nicht wirklich ernst genommen. Auch hören und lesen sie immer nur von denselben 3-4 Therapiemethoden, die selbst womöglich bereits getestet haben, mehr gäbe es angeblich nicht. Ich möchte Ihnen jedoch tatsächlich weitaus mehr Optionen aufzeigen, wie Sie die Nasenspray-Sucht hinter sich lassen können. In meinem neuen Nasenspray Sucht Ebook „Nasenspray Ade! Wie Sie die Abhängigkeit der besonderen Art hinter sich lassen“ werden verschiedenste Therapieansätze aufgezeigt, mit wissenschaftlichen Quellen und Erfahrungsberichten untermauert. So können Sie den individuell für Sie passenden Weg finden. Das einzige was Sie tun müssen, ist aktiv zu sein und die Initiative zu ergreifen.

Nie mehr Nasenspray abhängig!