Sinusitis-Hintergründe

In der Rubrik „Sinusitis-Hintergründe“ werden interessante Informationen zum Krankheitsbild der chronischen Sinusitis dargestellt, um Sie umfassend aufzuklären. Umfassende Informationen zur erfolgreichen Behandlung einer Nasennebenhöhlenentzündung finden Sie vor allem in meinem Sinusitis Heilen Ebook.

Wie stellt sich der Nasennebenhöhlen-Aufbau anatomisch dar?

Nasennebenhöhlen Anatomie Sinusitis FunktionAnatomie Sinusitis Funktion Aufbau

Die Nasennebenhöhlen befinden sich, dem Namen entsprechend, neben der Nase im knöchernen Gesichtsschädel und schließen sich der Nasenhöhle an. Im gesunden Zustand nimmt man diese Hohlräume für gewöhnlich überhaupt nicht wahr. Sie rücken jedoch dann ins Bewusstsein, wenn sie sich im Rahmen einer Sinusitis entzünden.

Zu den Nasennebenhöhlen werden die paarig angeordneten Kieferhöhlen (Sinus maxillaris), Siebbeinhöhlen (Sinus ethmoidales), Stirnhöhlen (Sinus frontalis) und die beiden Keilbeinhöhlen (Sinus sphenoidales) gezählt. Die Nasennebenhöhlen sind, wie die Nasenhöhle selbst, allesamt mit Schleimhaut ausgekleidet. Diese ist ausgestattet mit schleimbildenden Zellen und feinen Flimmerhärchen (Kinozilien), die rhythmisch in Richtung der Ausführungsgänge (Ostien) schlagen. Die eingeatmete Luft wird so angefeuchtet und von eindringenden Fremdstoffen gereinigt.

Kieferhöhle:

Die Kieferhöhle befindet sich, als größte Nasennebenhöhle, seitlich der Nasenhaupthöhle auf beiden Seiten im Oberkieferknochen. Dieser wird fast komplett von ihr ausgefüllt. Die Kieferhöhle wird nach oben durch einen dünnen Knochen von der Augenhöhle abgegrenzt. Seitlich grenzt das Jochbein an, unten der Oberkiefer. Die Zahnfächer der Oberkieferbackenzähne sind dabei nur durch ein dünnes Knochenplättchen vom Boden der Kieferhöhle getrennt. Über eine halbmondförmige Öffnung hat sie eine Verbindung zum mittleren Nasengang. Dieser enge Ausführungsgang befindet sich knapp unter der mittleren Nasenmuschel (insgesamt gibt es drei Nasenmuscheln), von den Kiefernhöhlen aus betrachtet relativ weit oben. Dadurch ist der Abtransport von Sekret erschwert.

Siebbeinhöhle – Siebbeinzellen:

Die Siebbeinhöhle beziehungsweise das Siebbeinzellsystem besteht aus 7 bis 14 einzelnen, erbsengroßen Zellen beziehungsweise Kapseln (Cellulae ethmoidales).

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Diese sind durch äußerst dünne Knochenwände voneinander und von den Augenhöhlen getrennt. Nach oben grenzen die Siebbeinzellen an die Stirnhöhle. Die vorderen Siebbeinzellen münden in den mittleren, die hinteren in den oberen Nasengang.

Stirnhöhle:

Die Stirnhöhle liegt über der Nasenhaupthöhle beziehungsweise über den Siebbeinzellen und grenzt unten an die Augenhöhlen. Eine Verbindung zur Nasenhaupthöhle besteht über ein System zwischen den Siebbeinzellen, das in die halbmondförmige Struktur des mittleren Nasengangs mündet, knapp oberhalb der Kieferhöhlenöffnung. Nur selten existiert ein separater Zugangsweg. Die beiden Stirnhöhlen sind, wie auch die Nasenhaupthöhlen, durch eine Scheidewand (Septum) voneinander getrennt.

Keilbeinhöhle:

Die Keilbeinhöhle ist die am weitesten im Kopf gelegene beziehungsweise am schwersten von der Nasenhaupthöhle zu erreichende Nasennebenhöhle. Sie wird nach hinten von der Schädelgrube begrenzt, nach unten trifft sie auf die Rachenwand. Das Dach der Keilbeinhöhle wird von der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) begrenzt. Über eine kleine Öffnung oberhalb der Nasenhaupthöhle mündet die Keilbeinhöhle in den oberen Nasengang, hinter die obere Nasenmuschel.

 

Welche physiologische Funktion haben die Nasennebenhöhlen?

Man kann wirklich vom Mysterium der Nasennebenhöhlen sprechen: Nach wie vor rätseln Forscher über ihren wirklichen Nutzen, derweil bereiten sie immer mehr Menschen quälende Beschwerden. Einige gängige Thesen zur Frage nach der Funktion der Nasennebenhöhlen wurden mittlerweile verworfen. So konnte beispielsweise widerlegt werden, dass die Nebenhöhlen zur Stimmbildung dienen oder das Gesamtgewicht des Schädels reduzieren. Es bleiben vereinzelte Theorien, wie der Nutzen als Atemluftbefeuchter (dafür dürfte jedoch auch die Nasenhaupthöhle ausreichen) oder Aufprallschutz, die jedoch keineswegs bewiesen sind. Auch die verstärkte Produktion von Schleim für eine effektivere Immunabwehr wird als Funktion der Nebenhöhlen diskutiert.

 

Was versteht man unter einer akuten beziehungsweise chronischen Sinusitis?

Chronische Sinusitis Definition Risiken

Ganz allgemein versteht man unter einer Sinusitis die Infektion oder Entzündung der Nasennebenhöhlenschleimhaut. Diese kann akut in Erscheinung treten, das heißt sie tritt plötzlich und bei entsprechender Behandlung nur vorübergehend auf. Als chronisch wird eine Sinusitis bezeichnet, wenn sie (je nach Definition) mindestens 2-3 Monate besteht, das heißt in diesem Zeitraum immer wieder auftritt oder dauerhaft anhält.

Eine Sinusitis kann je nach betroffenen Bereichen weiter spezifiziert werden:

Kieferhöhlenentzündung (Sinusitis maxillaris):

Die Kieferhöhlen sind am häufigsten von einer Sinusitis betroffen. Eine Kieferhöhlenentzündung kann unter anderem auch aus einer Entzündung oder Vereiterung der Zahnwurzeln resultieren, die bis in die Kieferhöhle ragen können. Es kann dabei sogar zu einem Durchbruch der Knochendecke zwischen Kieferhöhle und Oberkiefer kommen. Aufgrund ihrer Lage fällt diese Nebenhöhle sowohl in das Fachgebiet des HNO-Arztes als auch des Zahnmediziners.

Siebbeinzellenentzündung (Sinusitis ethmoidalis):

Die Siebbeinzellen entzünden sich seltener als die Kieferhöhle. Aufgrund der Lage der Siebbeinzellen birgt eine Entzündung jedoch die Risiken, dass sich die Entzündung auf andere Nebenhöhlen ausbreitet oder auf die Augenhöhle übergreift.

Stirnhöhlenentzündung (Sinusitis frontalis):

Bei einer Entzündung der Stirnhöhle ist besonders die darunterliegende Augenhöhle gefährdet. Wenn sich zu viel Sekret und Eiter bildet, kann es zum Durchbruch in die Augenhöhle und zum Übergreifen der Entzündung auf das Auge kommen.

Keilbeinhöhlenentzündung (Sinus sphenoidalis):

Die Keilbeinhöhle ist eher selten von Infektionen befallen. Jedoch besteht bei einer solchen Entzündung die Gefahr eines Übergreifens auf die Hirnanhangsdrüse (Hypophyse), die hormonelle Steuerzentrale des menschlichen Körpers. In diesem Fall kann es zu lebensgefährlichen Erkrankungen kommen.

Pansinusitis:

Wenn eine Nebenhöhlenentzündung alle Nebenhöhlen umfasst, spricht man von einer Pansinusitis.

Rhinosinusitis:

Von einer Rhinosinusitis spricht man, wenn gleichzeitig die Schleimhaut sowohl der Nasennebenhöhlen als auch der Nasenhaupthöhle entzündet ist.

 

Wie hoch liegt die Prävalenz (Krankheitshäufigkeit) der Sinusitis?

Knapp 11 Prozent der europäischen Bevölkerung leiden einer Studie eines internationalen Forscherteams zufolge an einer chronischen Sinusitis. Die akute Sinusitis wird in Deutschland Schätzungen zufolge etwa 13 Millionen Mal im Jahr diagnostiziert. Die Tendenz ist bei beiden Verlaufsformen steigend.

Die chronische Sinusitis hat sich zu einer der größten Volkskrankheiten der westlichen Länder entwickelt. Zurückgeführt wird dies unter anderem auf eine zunehmende Schadstoffbelastung in der Umwelt und einen immer schwächer ausgeprägten gesundheitsförderlichen Lebensstil (beispielsweise wird diesbezüglich eine ungesündere Ernährungsweise und mangelnde Bewegung angeführt). Speziell die chronische Verlaufsform dieser Erkrankung erweist sich gemeinhin als sehr therapieresistent.

 

Welche Risiken birgt eine Sinusitis?

In Einzelfällen können Nasennebenhöhlenentzündungen zu Komplikationen führen, wie etwa:

  • Verlust des Geruchsinns
  • Entzündung der Augenhöhlen, bis hin zur Erblindung
  • Knochenentzündungen
  • Bildung einer Mukozele / Zyste
  • Bildung eines Blutgerinnsels
  • Sepsis (Blutvergiftung)
  • Erhöhtes Asthmarisiko
  • Hirn(haut)entzündungen
  • Herzerkrankungen

Auch wenn solche Risiken selten sind, gilt es in jedem Fall zu handeln. Lassen Sie Ihre chronische Sinusitis nicht vor sich hin köcheln. Aber auch bei der akuten Form der Sinusitis ist es wichtig, die Entzündung frühzeitig zu behandeln und nicht zu verschleppen, damit sich die Entzündung gar nicht erst chronifizieren kann.

 

Wie entsteht eine akute beziehungsweise chronische Sinusitis?

Zur Beantwortung dieser Frage gibt es teils sehr unterschiedliche Sichtweisen, besonders wenn es um die Entstehung der chronischen Form der Erkrankung geht.

Chronische Sinusitis EntstehungEntstehung einer akuten Sinusitis:

Die Gänge beziehungsweise Öffnungen der Nasennebenhöhlen sind naturgemäß relativ eng. Aus diesem Grund führen Schleimhautschwellungen, die beispielsweise bei Entzündungen, Infektionen, Allergien oder auch bei Verletzungen auftreten können, leicht zu einer Störung der Belüftung und des Sekretabflusses. Am häufigsten entwickelt sich eine akute Sinusitis im Verlauf einer Erkältung oder Grippe, wenn die Schleimhaut infolge einer Infektion anschwillt und sich vermehrt Sekret bildet. Treffen Krankheitserreger, wie Viren, Pilze oder Bakterien (nur in 10-20% sind es tatsächlich Bakterien), auf die Schleimhaut, wird diese stärker durchblutet und die Gefäße erweitern sich. Dies ist eine Immunreaktion des Körpers, um den Abwehrzellen den Weg zur Infektionsstelle zu erleichtern. Durch den ausgelösten Entzündungsprozess produzieren die Schleimhautdrüsen mehr Sekret, um die Erreger auszuwaschen. Durch die Reizung der Atemwege bewegen sich die Flimmerhärchen aber nicht mehr optimal, sodass der Schleim nicht mehr zügig aus den Nebenhöhlen abtransportiert werden kann. Das in den Nebenhöhlen eingeschlossene Sekret stellt einen optimalen Nährboden für Bakterien dar. Die Sinusitis kann so ihren Lauf nehmen.

Entstehung einer chronischen Sinusitis:

Nach einer gängigen schulmedizinischen Meinung tritt die chronische Sinusitis meist als Folge einer unbehandelten beziehungsweise nicht angemessen behandelten akuten Sinusitis hervor. Daneben besteht die Möglichkeit, dass sich eine immer wiederkehrende akute Entzündung in eine chronische Form wandelt. Bestimmte Faktoren, wie anatomisch bedingte Engstellen im Nasennebenhöhlensystem (z.B. eine Nasenscheidewandverkrümmung, Adenoide / Polypen) oder eine Allergie können die Entstehung einer chronischen Sinusitis begünstigen. Durch diese und weitere Faktoren wird die Belüftung der Nasennebenhöhlen vermindert und der Sekretabfluss gestört, sodass die Sinusitis nicht richtig ausheilen kann.

In der Komplementär- oder Alternativmedizin wird häufig kritisiert, dass diese Sichtweise nicht zwischen Auslöser und Ursache unterscheidet. Beispielsweise sind Zahnwurzelentzündungen, die in der Schulmedizin häufig als Ursache einer Sinusitis bezeichnet werden, aus diesem Blickwinkel betrachtet nur ein Auslöser. Die eigentliche Ursache liegt in diesem Fall meist in einer nicht adäquaten Zahnpflege beziehungsweise Ernährungsform, die eine Zahnwurzelentzündung erst entstehen lässt. So wird auch häufig infrage gestellt, dass eine Infektion durch Krankheitserreger die Ursache einer Sinusitis darstellt. Vielmehr wird dies erst durch ein gestörtes Darmmilieu oder eine damit eng verbundene Immunschwäche ermöglicht.

Dieser Vorstellung folgend können die Ursachen, die zur Entstehung einer akuten oder chronischen Sinusitis führen, sehr vielseitig sein. Sie reichen von einer ungesunden Ernährungsweise bis hin zu psychosomatischen Gründen, wie Traumata oder Depressionen. Nicht selten wird der Entstehungsgrund auch in einer Überlastung der Schleimhäute gesehen. Durch steigende Schadstoffbelastung (z. B. in Lebensmittel, belastete Atemluft, Gifte aus Möbel oder Medikamenten), eine Überwärmung von Wohn- und Arbeitsräumen, zunehmenden Stress, aber auch zu häufiges und zu langes Anwenden von abschwellenden Schnupfensprays trocknen die Nasenschleimhäute aus. Somit werden sie besonders anfällig gegen Erreger und können ihre Aufgabe, Schadstoffe wieder auszuscheiden, nicht mehr ausreichend erfüllen. Dadurch können Toxine an den verschiedensten Stellen im Körper Schäden verursachen.

 

Welche Symptome treten bei einer Sinusitis auf?

Chronische Sinusitis Symptome

Allgemeine Symptome einer Sinusitis können sein:

  • Abgeschlagenheit
  • Müdigkeit
  • Fieber
  • Schnupfen
  • Husten
  • Kopfschmerzen
  • erhöhte Infektanfälligkeit
  • Schwellungen

Symptome einer akuten Sinusitis sind häufig:

  • behinderte Nasenatmung
  • verminderter Geruchssinn
  • allgemeine Abgeschlagenheit
  • vereinzelt vermehrter Nasenausfluss
  • vermehrte schleimig-eitrige Nasensekretion in den Rachen (Postnasal-Drip-Syndrom)
  • pochende Kopfschmerzen
  • Fieber
  • vermehrt Ohrenschmerzen
  • Druckgefühl im Bereich der Wangenknochen oder über den Augen
  • Schmerzen je nach Lokalisation (verstärken sich durch Bücken):
    • Kieferhöhlenentzündungstarker, pochender Schmerz über der Kieferhöhle / Schläfe, Unterlidschwellung, leicht erhöhte Temperatur, Kopfschmerzen, Müdigkeit, vereinzelt Zahnschmerzen
    • Siebbeinzellenentzündung: Schmerz innerer Augenwinkel / Nasenwurzel / Stirn, Verlust des Geruchssinns, erhöhte Temperatur
    • Stirnhöhlenentzündung: Schmerzen Stirnhöhle / innerer Augenwinkel, Halbseitenkopfschmerz
    • Keilbeinhöhlenentzündung: Schmerzen von der Kopfmitte bis zum Hinterkopf – Meist ein dumpfer Kopfschmerz in der Tiefe, genau zwischen den Ohren lokalisiert

Eine chronische Sinusitis verläuft nicht selten relativ symptomarm ab, mit teils eher unspezifischen Symptomen. Häufig in Erscheinung tretende Symptome einer chronischen Sinusitis sind:

  • „Schniefen“ (unbemerktes Hochziehen des Sekrets)
  • Räuspern, insbesondere am Morgen
  • schleimig-eitrige Nasensekretion (in den Rachen), auch „Frosch im Hals“ oder „Postnasal-Drip-Syndrom“
  • Heiserkeit
  • Schnarchen

Weitere Erscheinungen können sein:

  • Kopfdruck (abgeschwächt)
  • Flukturierende Kopfschmerzen (mal mehr, mal weniger)
  • behinderte Nasenatmung
  • verminderter Geruchs- und Geschmackssinn
  • Schwindel
  • Halsschmerzen
  • Druck über den Nebenhöhlen oder hinter dem Auge
  • Verlust der Leistungsfähigkeit
  • chronische Müdigkeit
  • Gefühl einer geschwollenen Schleimhaut
  • Schwerhörigkeit durch gleichzeitigen Tubenkatarrh (eher eines der seltenen Symptome)

 

Diagnose einer Sinusitis

Chronische Sinusitis Diagnose

Egal ob Sie sich an einen HNO-Facharzt oder einen Alternativmediziner wenden, im Rahmen der Diagnostik sollte zunächst immer eine ausführliche Anamnese stattfinden. Dabei kann der Patient über das Beschwerdebild, die Hintergründe zur Entstehung und mögliche Vorerkrankungen berichten. Ein anschließendes Abtasten der Nase und des Gesichts kann weitere wichtige Hinweise zur Diagnose einer Nasennebenhöhlenentzündung liefern. Nicht selten werden Laboruntersuchungen veranlasst, etwa ein großes Blutbild inklusive Entzündungsparameter oder auch ein Abstrich des Nasensekrets.

Bei der HNO-ärztlichen Untersuchung folgt anschließend eine erste einfache Untersuchung des Naseninnenraums (Rhinoskopie) mit Hilfe einer Stirnlampe und eines sogenannten Nasenspekulums, zur vorsichtigen Spreizung der Nase. Auf diese Weise können zumindest Schwellungen der Nasenschleimhaut, oder auch anatomische Besonderheiten, wie eine Krümmung der Nasenscheidewand,festgestellt werden.

Für eine exaktere Untersuchung der Nasenschleimhaut auch in tiefer gelegenen Bereichen der Nasenhöhle und zur Beurteilung der Eingänge in die Nasennebenhöhlen, bietet sich die Nasenendoskopie an. Über das eingeführte Endoskop lassen sich auch Gewebeproben entnehmen (Biopsie), die zur Sicherung der Diagnose beitragen, oder Polypen entfernen.

Um eine eindeutige Diagnose der Nasennebenhöhlenentzündung zu stellen, können bildgebende Verfahren hilfreich sein. Diese werden insbesondere zur Abklärung eingesetzt, ob eine Operation sinnvoll erscheint.

Eine Sonographie (Ultraschall) der Nasennebenhöhlen dient dabei meist dem ersten Eindruck. Schleimhautveränderungen (Entzündungen, Eiteransammlung etc.) der großen Nasennebenhöhlen können mit dem Ultraschall recht gut dargestellt werden. Die Vorteile der Sonographie: Sie ist für den Patienten belastungsfrei und kann sehr schnell durchgeführt werden. Für detailliertere Ergebnisse werden jedoch andere Verfahren angewandt. Heutzutage wird dazu nur noch selten ein Röntgenbild veranlasst.

Banner CSH EbookVielmehr geht es häufig um die Frage: CT oder MRT? Nach einem aktuellen ärztlichen Leitfaden ist die CT (Computertomographie) zur Bildgebung des Nebenhöhlensystems einer MRT (Magnetresonanztomographie) überlegen und daher vorzuziehen. Bei modernen Geräten kann eine MRT in Einzelfällen als Alternative beziehungsweise Zusatzdiagnostik sinnvoll sein. Entzündungsprozesse können im MRT-Bild oftmals besser dargestellt werden, CT-Bilder können dagegen knöcherne Veränderungen sehr exakt abbilden. Einer MRT kommt zusätzlich zugute, dass bislang keine zu Schäden führenden Nebenwirkungen festgestellt werden konnten. Zum Nonplusultra hat sich jedoch ein relativ neues Verfahren entwickelt: Die digitale Volumentomographie (DVT). Dieses dreidimensionale, bildgebende Verfahren ermöglicht eine sehr detailgenaue Diagnostik bei mindestens 4-fach geringerer Strahlenbelastung im Vergleich mit dem CT-Verfahren. Einziger Nachteil: In aller Regel übernimmt die Krankenkasse die Kosten (noch) nicht.

Zu beachten ist hierbei, dass Ergebnisse einer bildgebenden Untersuchung jedoch nicht überbewertet werden sollten. So können sich sowohl vermeintliche Normalbefunde häufig im Rahmen einer Operation als doch krankhaft erweisen, aber auch beispielsweise unkomplizierte Virusinfekte überinterpretiert werden. Daher ist es ratsam, sich eher an den Beschwerden und dem endoskopischen Nasenbefund zu orientieren, wenn es nicht darum geht eine Operation vorzubereiten. Auch vor dem Hintergrund der Strahlenbelastung.

Mit einer Rhinomanometrie (Luftstrommessung) kann der Grad einer Nasenatmungsbehinderung objektiv beurteilt werden. Um den Atemwegswiderstand in der Nase zu messen, muss der Patient lediglich für etwa 10 Minuten eine spezielle Maske aufsetzen. Die Diagnose eines (durch die chronische Sinusitis bedingten) Verlusts des Geruchssinns kann mithilfe einer sogenannten Riechprüfung erfolgen. Schwierigkeiten beim Identifizieren von verschiedenen Geruchsstoffen weisen auf eine Beeinträchtigung des Geruchssinns hin.

Zur Untersuchung auf eine Allergie als Auslöser für eine chronische Sinusitis, kann ein Bluttest oder auch ein Provokationstest durchgeführt werden. Ein Provokationstest kann nasal oder auf der Haut (Pricktest) erfolgen. Beim klassischen Pricktest werden kleine Mengen an potenziellen allergieauslösenden Stoffen (z. B. Schimmelpilze oder Hausstaubmilben) auf die Haut aufgetragen. Anhand der Reaktionen an der jeweiligen Stelle (z. B. Rötung, Schwellung, Juckreiz) kann bewertet werden, ob eine Allergie besteht. Eine Allergieuntersuchung kann auch mittels verschiedener Verfahren der sogenannten Komplementärmedizin erfolgen.

Insgesamt betrachtet reicht das Spektrum der Möglichkeiten zur Ursachendiagnostik weit über die vorgestellten Methoden hinaus. Es gibt eine Vielzahl an Diagnoseverfahren, die weniger darauf abzielen, eine genaue Diagnose zur Ausprägung der Sinusitis-Erkrankung zu stellen, als vielmehr die eigentliche Ursache zu ergründen. Wie bereits erwähnt liegen die Ursachen einer akuten und besonders einer chronischen Sinusitis häufig nicht im Bereich der Nasennebenhöhlen selbst. Beispielhaft sind hier Allergien, Unverträglichkeiten, Entzündungs- oder Störherde im Körper oder auch eine gestörte Darmflora und ein damit eng verknüpftes, geschwächtes Immunsystem zu nennen. Für all diese und noch weitere mögliche Ursachen gibt es schul- und alternativmedizinische Diagnose- und Therapiemöglichkeiten, denen ich mich auch in meinem Sinusitis Heilen Ebook gewidmet habe.

Weitere Infoseiten: „Sinusitis-Erfahrungen“ – „Sinusitis-Therapie 

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